Dossier: Energie & Rohstoffe
Der Kampf um Rohstoffe spitzt sich zu. Die Vorräte sind begrenzt. Das Ölzeitalter neigt sich dem Ende zu. Doch die Gier nach Rohstoffen ist grenzenlos. Um sie zu gewinnen, dringen Konzerne in immer unzugänglichere Regionen vor. Selbst die Arktis und die letzten Regenwälder bleiben nicht verschont. Die Risiken des gnadenlosen Raubbaus für Mensch und Umwelt sind unkalkulierbar, wie etwa der Abbau von Schiefergasvorkommen durch Fracking in den USA zeigt.
» Nachrichten und Links

Im Bann der roten Hosen: Warum Politiker und Manager falsche Entscheidungen treffen

Wenn alle Fakten klar sind, sollte die richtige Entscheidung auf der Hand liegen. Dennoch urteilen Verantwortliche in Politik und Wirtschaft immer wieder falsch und schieben wichtige Reformen hinaus – obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten.

Angriff auf den Klimaschutz

Eine Studie zeigt: Die Ölindustrie will das geplante Freihandelsabkommen TTIP nutzen, um Klimaschutz-Vorschriften auszuhebeln. Vor allem die mächtige Lobby aus den USA legt sich dafür kräftig ins Zeug. Dabei geht auch um die umstrittene Förderung von Öl aus Teersand, für die in Kanada ganze Landstriche zerstört und umgegraben werden. Bislang wird dieses Öl nicht im großen Stil nach Europa exportiert, doch das soll sich ändern.

Die Stunde der Ewiggestrigen

Kleinreden, zaudern und kaputtmachen, so lässt sich das Theater um die Energiewende zusammenfassen. Und jetzt noch die Krimkrise. Für die Ewiggestrigen ein willkommener Anlass, das Vorhaben zu torpedieren. Sie setzen stattdessen auf Fracking in Deutschland und billiges Schiefergas aus Amerika. Beides erweist sich jedoch bei näherer Betrachtung als Illusion. Unabhängiger wird Deutschland nur durch die Energiewende.

Fracking lohnt sich nicht

Die Euphorie ist verflogen: Investoren ziehen sich aus dem Schiefergasgeschäft in den USA zurück, weil die Aussicht auf Gewinne schlecht ist. Neue Zahlen zeigen, dass bei den Investoren die Begeisterung für Fracking bereits erheblich nachgelassen hat. Das könnte den Traum von der billigen Energie zum Platzen bringen.

Teure Energie: Die Panikmacher

Die deutsche Industrie jammert über hohe Energiekosten und sieht sich benachteiligt im Vergleich zu anderen Ländern. Gleichzeitig exportieren deutsche Unternehmen so viel, dass dies nun sogar die EU-Regierung alarmiert. Ein Kommentar: Da ist es wieder, das Schreckgespenst der teuren Energie. Die Industrie lässt es immer dann spuken, wenn es darum geht, die eigenen Interessen durchzusetzen. Und in diesen Tagen spukt es besonders heftig. Schließlich müssen viele deutsche Unternehmen um ihre lieb gewonnenen Ökostrom-Rabatte bangen. Es geht also wieder einmal um Geld, sehr viel Geld. Da kommt der neue Bericht der Internationalen Energieagentur so manchem Industrie-Boss wie gerufen. Europas Industrie steht kurz vor dem Ausbluten, warnt die Agentur. Alles angeblich nur, weil Amerika im Öl- und Gasrausch schwelgt und Energie dort seit Kurzem deutlich billiger ist. Ein Szenario, an dem sich so schnell auch nichts ändern wird, glaubt die Organisation, in der die Regierungen der westlichen Industrienationen ihre Interessen bündeln. Doch was ist wirklich dran an diesem Szenario des Schreckens? Reine Panikmacherei oder sind die Ängste berechtigt? Zumindest aus deutscher Sicht deutet derzeit nichts darauf hin, dass die Lage der Industrie prekär wäre, trotz Energiewende und Atomausstieg. Die deutsche Wirtschaft exportiert so viel wie selten zuvor. Die Geschäfte laufen so gut, dass den Deutschen nun deshalb sogar Ärger mit der EU-Kommission ins Haus steht. So schlecht kann es also nicht um die inländische Wirtschaft bestellt sein. Und der Verdacht liegt nahe, dass der Großteil der Wirtschaft vermutlich auch ohne Ökostrom-Rabatte gut dastehen dürfte. Von einem Krisenszenario für Deutschland kann also nicht die Rede sein. Die entscheidende Frage ist jedoch: Wie sieht es in der Zukunft aus? Verlieren die Deutschen den Anschluss? Das hängt unter anderem davon ab, wie lange der Aufschwung in den USA anhält. Derzeit schwelgt das Land im Fracking-Boom. Grund dafür ist die wachsende Förderung von sogenanntem unkonventionellen Gas und Öl, bei dem Schiefergestein mithilfe von Chemikalien, Wasser und Sand aufgebrochen wird, um den Rohstoff herauszupressen. Ein Verfahren, das nicht nur der Umwelt schadet, sondern auch Erdbeben auslösen kann. Doch dieses Risiko wird in Kauf genommen, weil es die USA unabhängig von Importen macht. Vor allem aber belebt die reichlich vorhandene billige Energie die krisengeschüttelte amerikanische Industrie. Der Boom schafft Arbeitsplätze und sorgt für Wirtschaftswachstum. Doch wie lange hält dieser Aufschwung an? Selbst die Internationale Energieagentur bleibt da skeptisch und schickt eine Einschränkung hinterher. Und die hat es in sich: Zwar würden die USA ab dem Jahr 2015 zum weltweit größten Erdölproduzenten vor Saudi-Arabien und Russland, so die Prognose. Allerdings dürften sie diese Spitzenstellung nur etwa zehn Jahre...

« Ältere Einträge

Powered by WordPress | Designed by Elegant Themes