Le fléau du coupage – Gekaufte Journalisten

La plupart de journalistes de Goma vivent du coupage. Ce nom tire son origine d’un ancien journaliste de la province Katanga. Die meisten Journalisten in Goma leben von „coupage“. Wörtlich übersetzt heißt das „Verschnitt“. Damit ist gemeint, dass die Journalisten „gekauft“ sind. 

Par Jérémie Kihambu

Il s’appelait Decoupa. A part son métier comme journaliste il faisait de petits commerces des vivres allant du village à ville. Ce débrouillardise a été nommé Coupage.

Ce phénomène a pris de l’ampleur en ville de Goma, mais d’une façon adaptée. Comme les journalistes de Goma n’ont pas de camionnettes pour transporter les vivres ils recourent aux politiciens. Les journalistes créent des interviews inopportunes car les politiciens n’hésitent pas à leur donner de l’argent. Les politiciens appellent cet argent « les frais de transport ». Mais les journalistes parlent du coupage. Alors ça veut dire que les journalistes sont payés pour qu’ils diffusent des informations que les politiciens souhaitent.

Radio Tayna: Sie arbeiten im Chaos, verdienen kaum Geld und führen ein gefährliches Leben. Journalisten im Osten der Demokratischen Republik Kongo lassen sich nicht unterkriegen. Auf sofies verkehrte welt erzählen sie Geschichten aus dem Alltag der Menschen nach einem langen Bürgerkrieg.– in französischer und deutscher Sprache (siehe unten). weiterlesen…

Cette pratique pousse plusieurs professionnels de médias être à la solde des ces gens qui leurs donnent de l’argent. Certaines chaînes de radio et de télévision dites communautaires ont même changé d’image suite à ceux qui les sponsorisent: les politiciens.

Cela est dû au fait que pas mal de ces journalistes n’ont pas de contrats de travail et pas de salaire. Ils n’ont pas d’autres sponsors. Et aussi le gouvernement n’aide pas les médias même s’il l’a promis à le faire depuis longtemps.

Alors quoi faire comme journalistes ? Ils ont quand même des familles à nourrir et des enfants à scolariser.

 

Gekaufte Journalisten

Der Name „coupage“ geht auf einen Journalisten aus der Provinz Katanga zurück. Er hieß Decoupa,  neben seiner Arbeit als Journalist hat er Lebensmittel von den Dörfern in die Stadt transportiert, um dazu zu verdienen. Dieses „Durchwursteln“ nannte man dann „coupage“.

Dieses Phänomen hat in Goma um sich gegriffen, allerdings in einer anderen Art. Da die Journalisten keine Fahrzeuge haben, um Lebensmittel zu transportieren, greifen sie auf Politiker zurück. Die Journalisten machen parteiische Interviews, denn die Politiker zögern nicht, sie dafür zu bezahlen. Die Politiker sprechen vom Erstatten der „Transportkosten“, die Journalisten von „coupage“. Die Medienleute lassen sich also dafür bezahlen, dass sie die Informationen veröffentlichen, die die Politiker veröffentlicht haben wollen.

Diese Praxis bedeutet, dass zahlreiche Journalisten in Wirklichkeit auf der Lohnliste von Politikern und anderen Leuten  stehen, die ihnen Geld zukommen lassen. Es gibt sogar Kommunalradios, die ihre politische Leitlinie geändert haben, nachdem sie einen solchen Sponsor gefunden haben, also einen Politiker, der bezahlt.

Das Übel kommt daher, dass viele Journalisten keine Arbeitsverträge und kein Gehalt haben. Sie haben auch sonst niemanden, der ihr Metier finanzieren würde. Auch die Regierung, die seit langem verspricht, die Medien zu unterstützen, hält diese Zusage nicht ein.

Was also sollen Journalisten machen? Sie haben schließlich Familien zu ernähren und Schulgeld für ihre Kinder zu bezahlen.

Jérémy Kihambu, Übersetzung Judith Raupp

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