Im Bann der roten Hosen: Warum Politiker und Manager falsche Entscheidungen treffen

Wenn alle Fakten klar sind, sollte die richtige Entscheidung auf der Hand liegen. Dennoch urteilen Verantwortliche in Politik und Wirtschaft immer wieder falsch und schieben wichtige Reformen hinaus – obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten.

Die Stunde der Ewiggestrigen

Kleinreden, zaudern und kaputtmachen, so lässt sich das Theater um die Energiewende zusammenfassen. Und jetzt noch die Krimkrise. Für die Ewiggestrigen ein willkommener Anlass, das Vorhaben zu torpedieren. Sie setzen stattdessen auf Fracking in Deutschland und billiges Schiefergas aus Amerika. Beides erweist sich jedoch bei näherer Betrachtung als Illusion. Unabhängiger wird Deutschland nur durch die Energiewende.

Transition Towns: Die Revolution von unten

Sie essen, was keiner mehr will, betreiben Gemüsegärten auf Industriebrachen und wollen am liebsten ohne Erdöl auskommen. Mitglieder der Transition-Town-Bewegung glauben an eine fairere Wirtschaft.

Teure Energie: Die Panikmacher

Die deutsche Industrie jammert über hohe Energiekosten und sieht sich benachteiligt im Vergleich zu anderen Ländern. Gleichzeitig exportieren deutsche Unternehmen so viel, dass dies nun sogar die EU-Regierung alarmiert. Ein Kommentar: Da ist es wieder, das Schreckgespenst der teuren Energie. Die Industrie lässt es immer dann spuken, wenn es darum geht, die eigenen Interessen durchzusetzen. Und in diesen Tagen spukt es besonders heftig. Schließlich müssen viele deutsche Unternehmen um ihre lieb gewonnenen Ökostrom-Rabatte bangen. Es geht also wieder einmal um Geld, sehr viel Geld. Da kommt der neue Bericht der Internationalen Energieagentur so manchem Industrie-Boss wie gerufen. Europas Industrie steht kurz vor dem Ausbluten, warnt die Agentur. Alles angeblich nur, weil Amerika im Öl- und Gasrausch schwelgt und Energie dort seit Kurzem deutlich billiger ist. Ein Szenario, an dem sich so schnell auch nichts ändern wird, glaubt die Organisation, in der die Regierungen der westlichen Industrienationen ihre Interessen bündeln. Doch was ist wirklich dran an diesem Szenario des Schreckens? Reine Panikmacherei oder sind die Ängste berechtigt? Zumindest aus deutscher Sicht deutet derzeit nichts darauf hin, dass die Lage der Industrie prekär wäre, trotz Energiewende und Atomausstieg. Die deutsche Wirtschaft exportiert so viel wie selten zuvor. Die Geschäfte laufen so gut, dass den Deutschen nun deshalb sogar Ärger mit der EU-Kommission ins Haus steht. So schlecht kann es also nicht um die inländische Wirtschaft bestellt sein. Und der Verdacht liegt nahe, dass der Großteil der Wirtschaft vermutlich auch ohne Ökostrom-Rabatte gut dastehen dürfte. Von einem Krisenszenario für Deutschland kann also nicht die Rede sein. Die entscheidende Frage ist jedoch: Wie sieht es in der Zukunft aus? Verlieren die Deutschen den Anschluss? Das hängt unter anderem davon ab, wie lange der Aufschwung in den USA anhält. Derzeit schwelgt das Land im Fracking-Boom. Grund dafür ist die wachsende Förderung von sogenanntem unkonventionellen Gas und Öl, bei dem Schiefergestein mithilfe von Chemikalien, Wasser und Sand aufgebrochen wird, um den Rohstoff herauszupressen. Ein Verfahren, das nicht nur der Umwelt schadet, sondern auch Erdbeben auslösen kann. Doch dieses Risiko wird in Kauf genommen, weil es die USA unabhängig von Importen macht. Vor allem aber belebt die reichlich vorhandene billige Energie die krisengeschüttelte amerikanische Industrie. Der Boom schafft Arbeitsplätze und sorgt für Wirtschaftswachstum. Doch wie lange hält dieser Aufschwung an? Selbst die Internationale Energieagentur bleibt da skeptisch und schickt eine Einschränkung hinterher. Und die hat es in sich: Zwar würden die USA ab dem Jahr 2015 zum weltweit größten Erdölproduzenten vor Saudi-Arabien und Russland, so die Prognose. Allerdings dürften sie diese Spitzenstellung nur etwa zehn Jahre...

Der große Wandel: Stresstest für die Menschheit

Die Querdenker des Club of Rome haben schon vor 40 Jahren vor den Grenzen des Wachstums gewarnt. Nur wollte das damals niemand hören. Heute sind ihre Thesen aktueller und brisanter denn je. Der große Umbruch hat bereits begonnen.

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