Umstrittene Gentechnik: Wir ernten, was wir säen

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich darauf geeinigt, dass jedes Land in Zukunft selbst entscheiden kann, ob es den Anbau von Gentech-Pflanzen verbieten will oder nicht. Ein Grund zum Jubeln ist das für Gentechnik-Gegner nicht. Denn genau das könnte sich am Ende als Türöffner für die unerwünschte Technologie in Europa erweisen.

Gentechnik: Politik der verbrannten Erde

Gentech-Firmen haben in Europa die Zulassung der umstrittenen Maissorte 1507 gegen massive Widerstände erstritten, auch mit Hilfe der Politik. Ein Sieg für die Branche ist das trotzdem nicht, sie schadet damit vor allem sich selbst. Gentechnikkonzerne haben sich viel zu lange nicht um die Ängste der Verbraucher geschert, das rächt sich. Vertrauen lässt sich nicht erzwingen.

Genmais: Volkes Wille? Uns doch egal!

Mehr als drei Viertel der Deutschen lehnen Gentechnik ab, doch für Kanzlerin Merkel zählen die Interessen der Agrarlobby mehr als die Ängste der Bürger. Bei einer EU-Abstimmung über eine Genmaissorte wird sich die Regierung daher enthalten – ein herber Schlag für die Verbraucher.

Genmais: Heikler Fall für Friedrich

Feuerprobe Genmais: Seine Vorgängerin Ilse Aigner hatte sich aus der Affäre gezogen. Jetzt muss Agrarminister Hans-Peter Friedrich über eine neue Genmais-Sorte entscheiden. Dabei geht es um eine Grundsatzfrage. Kritiker machen Druck. Am Ende wird es aber wohl weiter laufen wie bisher: Die Bundesregierung sagt „Jein“.

Monsanto, der unheimliche Konzern

Im globalen Kampf um die Gentechnik setzt der US-Konzern Monsanto auf zweifelhafte Methoden, seltsame Helfer – und die Macht Washingtons. Kritiker des Konzerns fühlen sich ausgespäht. Die Amerikaner spionieren mithilfe ihrer Geheimdienste nicht nur Regierungen, Behörden und Privatpersonen in der ganzen Welt aus. Sondern sie verstehen es auch, die Interessen ihrer Konzerne mit aller Macht in der Welt durchzusetzen.

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