Radio Tayna – ein Progamm für den Naturschutz

Radio Tayna wurde 2004 von einigen Umweltaktivisten im Osten der Demokratischen Republik Kongo gegründet. Sie wollten ihre Landsleute davon abhalten, den Tropenwald zu roden.

Von Judith Raupp
Die ehemalige SZ-Redakteurin bildet Journalisten im Ostkongo aus.

Wie in vielen afrikanischen Ländern nutzen die meisten Kongolesen Holzkohle, um zu kochen und zu heizen. Über die Konsequenzen machen sie sich keine Gedanken, weil sie mit dem täglichen Kampf ums Überleben beschäftigt sind und auch nie über Naturschutz aufgeklärt wurden.

Redaktionskonferenz: arbeiten an der nächsten Sendung.  Foto: judi

Redaktionskonferenz: arbeiten an der nächsten Sendung. Foto: judi

Das wollten die Aktivisten ändern. 2004 gründeten sie mit Hilfe einer amerikanischen Umweltstiftung in Kashugo, einem kleinen Dorf mitten im Wald, das Radio Tayna und strahlten Sendungen über Naturschutz aus.

Das Programm kam gut an, aber Tayna wurde Opfer von Plünderungen, und die Mitarbeiter wurden bedroht. Denn der Ostkongo ist seit 20 Jahren Schauplatz von Kriegen, Rebellionen und Kämpfen um die Vorherrschaft über Bodenschätze. So mussten die Redakteure 2009 in die 300 Kilometer entfernte Provinzhauptstadt Goma flüchten. In Kasugho unterhalten sie aber noch eine Außenstelle.

Als die Finanzkrise die westliche Welt erschütterte, bezahlte die amerikanische Stiftung nicht mehr an Radio Tayna. Seit mehr als drei Jahren arbeiten die zwölf Journalisten ohne Lohn und mit miserabler technischer Ausrüstung. Ihr Programm haben sie inzwischen um soziale Themen und um Sendungen zu Frauen- und Kinderrechten bereichert.

Auf Recherche in Goma: Was sich im Stadtviertel tut.  Foto: judie

Auf Recherche in Goma: Was sich im Stadtviertel tut. Foto: judie

Das Programm kam gut an, aber Tayna wurde Opfer von Plünderungen, und die Mitarbeiter wurden bedroht. Denn der Ostkongo ist seit 20 Jahren Schauplatz von Kriegen, Rebellionen und Kämpfen um die Vorherrschaft über Bodenschätze. So mussten die Redakteure 2009 in die 300 Kilometer entfernte Provinzhauptstadt Goma flüchten. In Kasugho unterhalten sie aber noch eine Außenstelle.

Als die Finanzkrise die westliche Welt erschütterte, bezahlte die amerikanische Stiftung nicht mehr an Radio Tayna. Seit mehr als drei Jahren arbeiten die zwölf Journalisten ohne Lohn und mit miserabler technischer Ausrüstung. Ihr Programm haben sie inzwischen um soziale Themen und um Sendungen zu Frauen- und Kinderrechten bereichert.

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 radiogoma-schildRadia Tayna auf Facebook: facebook.com/rad.tayna
Email-Kontakt: radiocomtayna@yahoo.fr

 

Veröffentlicht am 30. April 2014 auf sofies-verkehrte-welt.de

 

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